TRAINING (2.5.1)

Das Sustainability Science Forum ist ein Treffpunkt und Diskussionsraum einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung für Exponentinnen und Exponenten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung beleuchtet aktuelle, zukunftsweisende und gesellschaftlich relevante Themen der Nachhaltigen Entwicklung.

Bild: OscarLoRo, stock.adobe.com

Beneath the Surface

Wie können Künste und Wissenschaften zu einem gerechten Wandel beitragen?

Künstlerisch-wissenschaftlicher Denk- und Erfahrungsraum im Rahmen des Sustainability Science Forum 2025
26. November, Eventforum Bern

13:15 - 14:30

Sprache: Englisch

Gastgeberin: re-source | Sustainability in the Arts (ZHdK)

In Zusammenarbeit mit:
Alisha Dutt Islam, MA Transdisciplinary Studies, ZHdK

Sara Di Bert, Doctoral Student, D-USYS, ETH


Wie kann Landwirtschaft neu gedacht werden, wenn Klimawandel und soziale Ungleichheiten unsere Ernährungssysteme herausfordern? Um Antworten zu finden, lohnt es sich, die Netzwerke unter der Erde genauer anzuschauen – und die Künste und Wissenschaften miteinander ins Gespräch zu bringen.

Kunst und Wissenschaft werden oft als Gegensätze gesehen – eines konzentrieren sich auf Ästhetik und Ausdruck, das andere auf Analyse und Evidenz. Die Wissenschaft macht Prozesse sichtbar, die wir nicht direkt wahrnehmen können, während die Künste diese Prozesse durch Geschichten, Bilder und Erfahrungen zugänglich machen und so Daten mit gelebten Realitäten verbinden. Dabei teilen beide denselben Antrieb: die Welt zu hinterfragen, zu untersuchen und zu verstehen.

In dieser Session dient die Landwirtschaft als Einstieg, mit einem besonderen Fokus auf Wurzelsysteme. Sie verankern Pflanzen, bilden aber auch dichte Netze, über die Nährstoffe, Wasser und Signale fliessen. Sie verbinden Pflanzen mit Pilzen, Insekten und Mikroorganismen – und sind entscheidend für Bodenfruchtbarkeit und stabile Ökosysteme. Gleichzeitig tragen Wurzeln auch Geschichten, Traditionen und kulturelle Bedeutungen in sich: Sie machen Landwirtschaft zu etwas, das tief in einem Ort verankert ist.

Ein gerechter Übergang in eine klimaneutrale Zukunft beginnt also unter der Erde. Neue Technologien allein reichen dafür nicht. Es braucht neue Formen des Verwurzelns – in landwirtschaftlichen Praktiken, sozialen Gewohnheiten und kulturellen Zugängen, die ökologische Grenzen respektieren.

In Beneath the Surface begegnen sich zwei Impulsgeberinnen – aus den Künsten und den Wissenschaften. Wo sich ihre Perspektiven überschneiden, entsteht ein Bild von Landwirtschaft als lebendiges Geflecht biologischer und kultureller Austauschprozesse. Die Teilnehmenden sind eingeladen, Methoden und Technologien zu erkunden, ihr Potenzial zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen – mit dem Ziel, die Rolle der Zusammenarbeit zwischen den Künsten und Wissenschaften in gesellschaftlichen Herausforderungen zu stärken.


Partner:innnen